Das Zentrifuge Prinzip

(über Zentrifuge)

Zentrifuge: Prozessor für eine lebenswerte Zukunft

Kein Mensch ist frei. Wir arbeiten und konsumieren in einem technisch-wirtschaftlichen Zusammenhang, für dessen Zwecke wir uns mehr oder weniger freiwillig deformieren (lassen). Wir sind über Jahrhunderte der Anpassung gefühllos und blind geworden gegenüber unseren grundlegenden Bedürfnissen und stehen kurz davor, uns endgültig zu verlieren. Nicht einmal zum Verrat sind wir mehr fähig, da wir uns schon längst an unsere Gier und unsere Egozentrik verraten haben. Allein ein kümmerlicher Rest von Liebe regt sich noch in uns und nährt die Sehnsucht nach einem erfülltem Leben jenseits der Fremdbestimmung.

Die Natur in uns und um uns geht zugrunde, der Mensch verliert seine letzte Würde und wir können angesichts unseres Verfalls und unserer Verlorenheit nur noch ungläubig blinzeln. Eine Sprache, die etwas Wirkliches und damit Rettendes über unseren Zustand aussagen könnte, haben wir nicht. Uns bleibt nur noch das Verstummen – und das ist angesichts unseres Hoffnungslosigkeit mehr als wir ertragen könnten.

Die Zentrifuge ist trotz und in alledem entstanden. In ihr werden angelernte systemerhaltende Muster als unhaltbare Zumutungen entlarvt und überwunden. In der Zentrifuge erscheint alles Selbstverständliche fremd, Festgefahrenes löst sich auf und wird zusehends überflüssig. Hier kommt der Mensch als bewusstes und fühlendes Wesen zu sich und lernt sich und die Welt erst eigentlich zu verstehen und zu gestalten. In der Zentrifuge er-findet der Mensch sich neu und wird wieder frei: Er nimmt Abstand von erlernten Konditionierungen, Bewusstseins-Trainings und Disziplinierungs-Strategien. Er definiert und bestimmt sich durch die Zentrifuge selbst.

Die Zentrifuge entwickelt Ideen und Projekte für eine bessere, selbstbestimmte Gesellschaft. Diese produziert nicht für den Markt, sondern für das Leben. Aus ihr heraus entstehen neue Perspektiven für authentische Lebensentwürfe. Ihr Markenkern ist eine einfühlsame, verstehende und liebende Selbstermächtigung, die in der Vermittlung des Eigenen und des Fremden über sich hinaus wächst.

Die Zentrifuge ist eine Organisationsform, die sich dem Schöpferischen hingibt. Sie geht durch die Menschen, die sie durchströmen, in etwas Größerem auf.

Aus der Zentrifuge heraus kann alles entstehen, was dem Menschen gemäß ist. Sie ist eine Schule der Praxis. Sie ist Theorie der Praxis und Praxis der Theorie. Sie ist Entfaltung und Entwicklung. Jeder Mensch nimmt in der Zentrifuge seine Möglichkeiten existenziell wahr und potenziert diese im Austausch mit anderen. Aus ihrer kulturell-kreativen Praxis heraus entfaltet die Zentrifuge auch gesellschaftliche, technische und wissenschaftliche Dimensionen. Sie wirkt menschen- und weltbildend. Aus ihr erwächst die Chance für eine lebbare, lebendige Zukunft.

Zentrifugen wollen tausendfach erblühen und keine wäre dabei wie die andere. Sie werden unkalkulierbar und unbeherrschbar sein. Zentrifugen sind Prozessoren für eine lebenswerte Zukunft – eine andere und bessere, als wir heute erahnen können.

Exemplarische Beiträge und Projekte – entwickelt und geschaffen im ästhetischen Labor der Zentrifuge:

Beiträge:

– Der ästhetische Prozess

– Klänge im Schatten des Sichtbaren

– Über die Möglichkeit künstlicher emotionaler Intelligenz

Projekte:

– Noworkingspace

– PILOT Magazin

– Forschende Kunst

– Engineering 2050

– ON-Index

– CreativeMonday

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