Nürnberger Kunstgriff | 26.02.-03.03.2016

(über GalleryTalk News)

Diese Woche dreht sich alles um die Skulptur, allerdings auf höchst unterschiedliche Art und Weise: Einmal zart und oragnisch, dann wieder voller Kraft und Struktur. Für alle Künstler unter euch heißt es außerdem selber tätig werden.

Gisela Kleinleins Skulpturen zeigen auf abstrakte Weise, was in unseren Köpfen so vor sich geht: „Was bringt Gedanken auf den Weg? Wie entstehen Geschichten im Kopf?“ –Das sind Themen, die die Künstlerin in ihrem Werk verarbeitet. Wie von selbst regen die Objekte den Betrachter dabei zu eigenen Gedankenexperimenten an; es geht um das Verschieben von gewohnten Seh- und Denkstrukturen. Ganz alltägliche Dinge setzt Kleinlein, die seit 1999 auch an der Universität Wuppertal lehrt, dabei in Kunst um und gibt ihnen so einen neuen ästhetischen Wert und eine alternative Bedeutung. Schon einige Male war die Künstlerin in der Oechsner Galerie zu sehen, doch auch ihre neue Ausstellung, Herr Meier, Litfin und andere… bleibt unberechenbar und überraschend.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Samstag, den 27. Februar 2016 um 19 Uhr
WO: In der Oechsner Galerie im Atelier- und Galeriehaus Defet, Gustav-Adolf-Str. 33, 90439 Nürnberg

Gisela  Kleinlein Hildegard  2016 44 x 32 x 8 cm Gips, Baumwollstoff, Zellstoff, Pigment

Gisela Kleinlein: Hildegard, 2016. 44 x 32 x 8 cm, Gips, Baumwollstoff, Zellstoff, Pigment.

Einmal im Galeriehaus Defet habt ihr es dann auch gar nicht weit zur nächsten Ausstellung: Dort ist Rouven Schmitt Hersfeld mit Let me dream of sleep zu sehen. Der Künstler kann mit einem abwechslungsreichen Werdegang aufwarten: Zunächst eine Ausbildung zum Schlosser und Schweißer, anschließendes Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Dieser Hintergrund überrascht nicht, wenn man die kunstfertig geschweißten Stahlobjekte und Gittergeflechte betrachtet, die im Institut für Moderne Kunst im Raum und an den Wänden präsentiert werden. Immer wieder lassen sich außerdem Bezüge zu Popkultur und zu Rittertum entdecken – eine gekonnte Symbiose aus Handwerk und Kunst.

WANN: Auch diese Ausstellung eröffnet am Samstag, den 27. Februar um 19 Uhr
WO: Im Institut für Moderne Kunst Nürnberg, Atelier- und Galeriehaus Defet Gustav-Adolf-Str. 33, 90439 Nürnberg

Rouven Schmitt Hersfeld: Sculpture II, 2015, Stahl, Spiegel, Zinkblech, 136 x 50 x 30 cm

Rouven Schmitt Hersfeld: Sculpture II, 2015, Stahl, Spiegel, Zinkblech, 136 x 50 x 30 cm

Für all die, die selbst künstlerisch tätig sind heißt es jetzt Ohren spitzen: Im kommenden Sommer wird bereits zum 24. Mal der Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten vergeben. Die insgesamt vier Auszeichnungen enthalten ein feines Preisgeld, außerdem werden alle Gewinner in einer umfassenden Ausstellung samt dazugehörigem Katalog im KunstKulturQuartier Nürnberg präsentiert. Klingt verlockend? Bewerben können sich alle Kunstschaffenden der Bereiche Malerei, Skulptur, Originalgrafik/Zeichnung sowie Gold- und Silberschmiedearbeiten aus der fränkischen Region. Bewerben könnt ihr euch zwischen dem 1. und 31. März, genauere Informationen gibt es hier.

Vorjahrespreisträger Werner Tögel: Ungefähr (2013) 100 x 114 cm

Vorjahrespreisträger Werner Tögel: Ungefähr (2013)
100 x 114 cm

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