Nürnberger Kunstgriff I 26.06.-02.07.15

(über GalleryTalk News)

Wir suchen diese Woche die glitzernde Ananas, das Sahnehäubchen der Fotografie und unsere Rolle als Menschen auf der Erde. Das wäre doch eine aufregende und erfolgreiche Wochenaussicht.

Das Watergate öffnet mal wieder seine mächtigen Pforten zur Designers Nighte der Ohm. Am Freitag ab 19 Uhr ist die Vernissage und anschließend fröhliche Feierei. Das grandiose Motto „fluffy port of the glitzy ananas“ verspricht uns einen Abend zwischen rosa-Insel Feeling, Popkultur und fruchtigen Drinks. Aloha! Zwischen allen teilhemenden Design-Studenten wird der DN Award verliehen. Gezeigt wird Querbeet von Illustration, Fotografie, freien Arbeiten und Projekten bis hin zu themenbezogenen Aufgaben. Hauptsache schimmernd! So ist es uns einladend angekündigt.

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Designers Night 8: fluffy port of the glitzy ananas

In der Akademie Galerie beschäftigen sich 4 Studenten mit dem aktuellen Zustand der Fotografie. Ist Fotografie die Kirsche auf unsrem Sahnetörtchen? Gehen wir automatisch davon aus, dass Fotografie Kunst ist? Und denken wir Fotografie ist besonders toll, weil wir das ja alle auch machen könnten? In der Ausstellung „With a name like photo it has to be good?“ zeigen Jonathan Baumgärtner, Thomas Bergner, Christian Kröber und Felix Neumann ihre jeweiligen Ansätze und Umsetzungen der kollektiv-ästhetischen Entscheidungen des modernen Zeitgeistes des Fotografierens. Mal abgesehen von der Frage „With an englisch name it has to be good?“ treffen die Studenten hier wohl absolut den Zeitgeist und hochaktuelle Fragestellungen auf deren Bearbeitung man gespannt sein kann. Eröffnung ist am Mittwoch um 19 Uhr und Eröffnungen in der Akademie Galerie machen ja meistens Spaß.

Thomas Bergner, o.T., 2015, Fotografie

Thomas Bergner, o.T., 2015, Fotografie

Jude Griebel zeigt in der Galerie Sturm die Ausstellung „Wasted“. Zur Vernissage werden wir am Donnerstag geladen um 19.30 Uhr geladen.
Vermenschlichung und Personifizierung können die wirksamsten Methoden sein, um drastisch zu offenbaren. Der Bezug zu sich selbst und zu seinem eigenem Körper ist jedem verständlich. Deshalb haben die Menschen ja auch Maßeinheiten wie Ellen und Fuß erfunden oder Kinder geben der Sonne ein Gesicht. Der kanadische Künstler Jude Griebel verkörpert in seiner Werkserie „Wasted“ Umweltphänomene und durch Menschen verursachte Katastrophen. Der Mensch ist hier Ausgangspunkt und Maßeinheit einer durch kollektives Handeln hervorgerufenen Phänomens wie zum Beispiel Plastikmüll im Ozean. Alle finden es furchtbar schlimm, dass die Tiere des Ozeans aussterben und doch hat fast jeder schon einmal seinen Müll ins Wasser geworfen. Hand aufs Herz. Hiermit will uns der Künstler konfrontieren. Und mit der Frage nach unserem Platz auf diesem Planeten.

Jude Griebel, All the animals I've ever eaten, 2015

Jude Griebel, All the animals I’ve ever eaten, 2015

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