Nürnberger Kunstgriff|29.05. – 05.06.15

(über GalleryTalk News)

Ach schön, es gibt endlich wieder Vernissagen, neue Künstler und auf einmal mindestens 17 Kunstwerke. Es wird sich mit dem Fehlen beschäftigt und mit den Fehlern in der Fotografien gearbeitet. Das klingt gut und könnte echt interessant werden. Um das Repertoire vollständig zu machen können wir noch Collagen und Malerei zweier Künstlerinnen begutachten, die sich denken „Das muss so sein!“. Also worauf warten wir?

Unsere Woche startet heute am Freitag um 19 Uhr im Kunstverein. Es wird die Ausstellung „Seventeen“ eröffnet von Daniel Gustav Cramer. Der Titel reiht sich in mehrere Ausstellungen des Düsseldorfer Künstlers, die jeweils mit der Anzahl der gezeigten Werke betitelt sind. Wir werden also genau siebzehn Arbeiten sehen dürfen. Daniel Gustav Cramer hält Augenblicke visuell fest und schafft so Spuren der Erinnerungsfähigkeit. Seine Bildewelten können Platzhalter sein, Leerstellen, die gefüllt werden wollen oder können oder müssen oder nicht. Das hängt dann wie so oft ganz vom Betrachter ab.

Daniel Gustav Cramer, Tales (Lago d'Iseo, Italy, March 2014), 2014, C-Print. Courtesy the artist; Sies+Höke, Düsseldorf; BolteLang, Zürich/Zurich; Vera Cortês, Lissabon/Lisbon

Daniel Gustav Cramer, Tales (Lago d’Iseo, Italy, March 2014), 2014, C-Print. Courtesy the artist; Sies+Höke, Düsseldorf; BolteLang, Zürich/Zurich; Vera Cortês, Lissabon/Lisbon

Nach der Fotoausstellung von Gisèle Freund legt das Künstlerhaus gleich noch eine Fotografen hinterher: Roland Draack. „Unschärfen“ ist der Titel der Ausstellung und gleichzeitig Programm. Der Künstler machte sich unscharfe Fotografie zur Aufgab. Ein Effekt, der normalerweise als unerwünscht erscheint, ein Fehler. Doch gerade dieser Fehler macht die Motive so sehr malerisch, verträumt, rätselhaft und fesselnd, dass sie genau so richtig sind. Man hat das Gefühl, wenn sie scharf wären, wäre nicht mehr Inhalt da, sondern das wichtigste wäre verloren. Zu sehen sind die „Unschärfen ab Donnerstag, den 4.Juni, im Glasbau im KunstundKulturquartier.

„Kaffee“, Roland Draack © Roland Draack

Einen „Prolog“ aus Collagen und Malerei zeigen uns die beiden Künstlerinnen Antonia Beer und Olesia Vitiuk in Ihrer gleichnamigen Ausstellung. In dieser Ausstellung zeigen Antonia Beer und Olesia Vitiuk eine Reihe von Arbeiten, die auf den ersten Blick nichts Gemeinsames haben, aber durch die Gegenüberstellung doch zusammen funktionieren.
Die Arbeiten sollen ein Vorwort liefern zu etwas noch unbekanntem. Sozusagen ein Prolog, der dem Buch alles offen lässt und damit eine Ausstellung, in der das Spielerische im Vordergrund steht. Vernissage ist am Donnerstag, den 04. Juni, um 19.30 Uhr im heute mit Musik von Clara Scratching.

bird

Antonia Beer, n.t. (Bird), Mischtechnik auf Leinwand, 46×70

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