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Kreativwirtschaftliche Geschenktipps für unter den Baum

2016-12-08-12-13-26

Da man derzeit von allen Seiten mit Geschenketipps zugesch*en wird, hat die mehrwertzone beschlossen, ebenfalls mitzuschei*en. Auf dass der Haufen noch größer wird. Selbstverständlich sind bei uns die Tipps an der Vielfalt und kreativen Leistungskraft der regionalen Kultur- und Kreativwirtschaft orientiert, vulgo werden hier Werke und Schöpfungen der verschiedenen Teilbranchen präsentiert, die eines zweiten Blickes Wert sind. Vielleicht entdeckt ihr etwas? Vielleicht sogar etwas, das zum Verschenken viel zu schade ist? Dann einfach für sich selber kaufen!

 

archifuehr Sachbuch (Architektur):

Schon ein bisschen älter und den regelmäßigen Besuchern des Creative Monday nicht Neues: Der Architekturführer Nürnberg. Auf über 350 Seiten werden die Schmankerl des historischen Nürnbergs ebenso kundig beschrieben, wie die die Schätze der Moderne. Zehn einzelne Entdeckungstouren sorgen dafür, dass nichts unentdeckt bleibt. Ein Buch, das im Regal mindestens so viel hermacht wie auf dem Coffeetable.

kalenderKalender (Kunstmarkt):

Besonders gut zum Verschenken eignet sich dieser Fotokalender für den Schreibtisch. Dem Fotografen und Bildenden Künstler Alexander Schräpler gelingt in seinen Fotografien ausdrucksstark die Verbindung zwischen Licht und Schatten, Struktur und Farbe. Und Hand aufs Herz: die monatliche Versorgung mit Struktur und Farbe wird 2017 in unserem Leben mehr als willkommen sein.

ymirBelletristik (Buchmarkt):

Dieses Jahr von der IHK Mittelfranken mit dem Kulturpreis ausgezeichnet, zeichnet sich der junge homunculus-Verlag durch eine gute Mischung aus Neuauflagen von Klassikern wie „Der kleine Lord“, Werken von Arthur Conan Doyle und Heinrich Spoerl und Erstausgaben von jungen Schriftstellern aus. Hierbei erwähnens- und ohne Zweifel lesenswert Philip Krömers „Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel“. Aufstrebender Autor, aufstrebender Verlag.

 

 

toccataLampe (Design):

Ihn muss man eigentlich gar nicht mehr vorstellen, ist er doch eines unserer Exportartikel in Sachen Design: Produktdesigner Markus Bischof. Als international tätiges Aushängeschild kann er sich inzwischen so viele Auszeichnungen an die Brust heften, dass Bürgerkriegsgeneräle neidisch wären. Mit seiner Hängelampe Toccata gestaltet er Form und Licht in einer Leichtigkeit, die improvisiert wie dynamisch den Raum akzentuiert. Design made in Nürnberg!

truecostDokumentation (Filmmarkt):

Viele haben es noch nicht mitbekommen, aber mit Grandfilm haben wir in der Region einen erfolgreichen kleinen, aber feinen Filmverleih am Start. Das Literatur-Biopic „Die Geträumten“ folgt der unglaublichen Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, gewann dabei auch einige Preise. Mit der Dokumentation „The True Cost – Der Preis der Mode“ wird die Wertschöpfungskette von Mode in all ihrer moralischen Ambiguität nacherzählt. Zu finden auf Netflix und im gut sortierten DVD-Handel.

dobler

 

CD (Musikmarkt):

Lena Dobler zu empfehlen, da kann man eigentlich nicht viel falsch machen, weil Lena Dobler selber nicht viel falsch macht. 2016 überraschte die Ein-Frau-Band aus Fürth mit ihrer CD „Fuji Disco“, die genau hält, was sie verspricht. Satten Elektro-Disco-Sound feat. Indie-Style mit deutsch-japanischen Texten, die sich auch beim Zweithören nicht abnutzen. Eingängige Melodik gegen den Strich gebürstet. Soweit mein hilfloser Versuch, Musikkritiksprache zu imitieren. Aber macht Lust auf Sushi, hört einfach selbst!

Natürlich ist diese Auswahl rein subjektiv und es fehlen sicher auch zahlreiche Werke regionale Künstler und Kreativer. Wir freuen uns auf Ihre Tipps und holen gerne das Fehlende in einem zweiten Geschenktipp nach.

Rainer Hertwig am 8. Dezember 2016

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